Spezial-Sprechstunden

Leistungen – Spezial-Sprechstunden


Kinder-Augenheilkunde

In unserer Praxis ist die Untersuchung von Kindern vom Neugeborenenalter an möglich. Wir verfügen über jahrelange Erfahrungen in der Behandlung von Kindern.

Eine rasche Vorstellung beim Augenarzt ist insbesondere erforderlich bei frühgeborenen Kindern, Schielen, Kopfschiefhaltung, Augenzittern (Nystagmus), Zukneifen eines Auges (Doppelbilder), hängendem Augenlid (angeborener Ptose), Blutschwämmchen (Hämangiomen) der Lider, Auffälligkeiten am Augapfel wie großer Augapfel, Trübungen der Hornhaut, unterschiedliche Pupillengröße und Entzündungen.

Sollten Geschwister oder Eltern Brillenträger sein, empfehlen wir eine Vorstellung im 2. bis 3. Lebens­jahr, um eine optimale Entwicklung der Sehschärfe zu ermöglichen. Zur Untersuchung, ob eine Fehlsichtigkeit vorliegt, ist es erforderlich, die Pupillen ihres Kindes weit zu tropfen. Für die Pupillenerweiterung müssen sie etwa 20 bis 40 Minuten Zeit einplanen.

Behandlung der angeborenen Verengung der Tränennasenwege

Bei ca. 10 Prozent der Neugeborenen besteht eine angeborene Verengung der Tränennasenwege. Es kommt zu einer Entzündung des Tränensackes. Symptome einer akuten Entzündung sind Rötung und Schwellung im Lidbereich, gegebenenfalls Austritt von Eiter aus den Tränenpünktchen. Symptome einer chronischen Entzündung sind immer wiederkehrende Bindehautentzündungen und ein sichtbarer Tränensee.

Sollten antibiotische Augentropfen und Massage der Tränennasenwege nicht helfen, ist eine Sondierung der Tränennasenwege erforderlich, um Komplikationen wie schwere Entzündungen (Dakryophlegmone, Abszess) zu vermeiden. Die Sondierung wird in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dazu geben wir anästhesierende Augentropfen in den Bindehautsack. Anschließend werden mit einer speziellen Sonde die Tränennasenwege sondiert. Leichte Blutungen der Schleimhäute (Nase) sind anschließend möglich. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Der optimale Zeitraum für den Eingriff ist der 4. bis 6. Lebens­monat.

Schielbehandlung für Kinder und Erwachsene (Sehschule)

Bei sichtbarem Schielen, Doppelbildern, Verschwommensehen, Kopfschmerzen nach längerem Lesen, Sehschwäche im Kindesalter etc. ist oft ein Termin in unserer Sehschule erforderlich. Hier erfolgt eine Untersuchung des beidäugigen Sehens durch unsere Orthoptistin Katja Bendzmierowsky.

Makula-Sprechstunde

Die altersabhängige Makula-Degeneration (AMD) ist in Deutschland die mit Abstand häufigste Erblindungsursache. Glücklicherweise sind in den letzten Jahren sind eine Reihe von Medikamenten zur Behandlung der feuchten AMD entwickelt worden, die in den Glaskörper eingespritzt werden. Vor der Behandlung und im Verlauf der Erkrankung müssen Spezialuntersuchungen wie die Fluoreszenzangiografie und die optische Kohärenz­tomografie (OCT) der Makula durchgeführt werden.

Fluoreszenz-Angiografie

Die Fluoreszenzangiografie wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen im Bereich der Netzhaut und Aderhaut eingesetzt. Die häufigsten sind die AMD, Gefäßverschlüsse und die diabetische Makulopathie. Aber auch eine unklare Sehverschlechterung kann eine Fluoreszenzangiografie erforderlich machen. Für die Untersuchung wird ein fluoreszierender Farbstoff über eine Armvene gespritzt. Mit einer speziellen Kamera werden dann die Netzhautgefäße und die Makula untersucht.

Optische Kohärenz-Tomografie

Die Netzhaut besteht aus verschiedenen Schichten. Die optische Kohärenz-Tomografie (OCT-Technik) ist ein modernes Verfahren, dass die Darstellung der einzelnen Netzhautschichten ermöglicht. Die Untersuchung dient damit zur Diagnostik von verschiedenen Netzhauterkrankungen und zur Verlaufskontrolle. Die Untersuchung erfolgt berührungsfrei ohne Strahlenbelastung.

Folgende Erkrankungen können diagnostiziert werden:

  • altersbedingte Makuladegeneration
  • diabetische Makulopathie
  • Netzhauterkrankungen:
    zum Beispiel Makulaloch oder Zellophanhaut der Makula
  • Glaukom (Grüner Star):
    Beim Glaukom kommt es zu einem langsamen Absterben der Nervenfasern in der Netzhaut. Erst wenn viele Millionen Nervenfasern untergegangen sind, treten messbare Gesichtsfelddefekte auf. Die Messung der Nervenfaserschichtdicke ist durch die OCT-Technik möglich. Damit ist die Untersuchung für die Diagnose eines Glaukoms hilfreich. Sollte im Verlauf der Erkrankung eine Abnahme der Nervenfaserschicht im OCT festgestellt werden, kann die Behandlung rechtzeitig angepasst werden.

Wer trägt die Kosten?

Die Untersuchung gehört bis heute nicht zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse. Dafür bezahlen Sie privat ein angemessenes Honorar.